Schlagwort: Fantasy

Wenn Wissen nur von Männern gemacht wird: Wikipedia, der Buchhandel und das Konstruieren von Öffentlichkeit

Phantastik und Wissenskonstruktion am Beispiel der Wikipedia-Liste weiblicher Science Fiction-Autorinnen - Bild: Die edlen Ritter des Ordens zur misogynen Kartoffel müssen die Phantastik tapfer gegen die dunklen Mächte weiblicher Autorinnen verteidigen. (Symbolbild, basierend auf des angenommen Selbstbildes besagter Helden.)
Phantastik und Wissenskonstruktion am Beispiel der Wikipedia-Liste weiblicher Science Fiction-Autorinnen - Bild: Die edlen Ritter des Ordens zur misogynen Kartoffel müssen die Phantastik tapfer gegen die dunklen Mächte weiblicher Autorinnen verteidigen. (Symbolbild, basierend auf des angenommen Selbstbildes besagter Helden.)

Die edlen Ritter des Ordens zur misogynen Kartoffel müssen die Phantastik tapfer gegen die dunklen Mächte weiblicher Autorinnen verteidigen. (Symbolbild, basierend auf des angenommen Selbstbildes besagter Helden.)

Der andauernde Streit um eine Liste weiblicher Science Fiction-Autorinnen auf Wikipedia zeigt mal wieder vor allem eins: Wir leben in einer Welt, in der Wissen viel zu oft von viel zu homogenen Gruppen gemacht wird. Und die Phantastik an sich ist eigentlich ein sehr schönes Beispiel für die Strukturen, die dahinter stehen.

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„Game of Thrones“ ist vorbei und hinterlässt viel verbrannte Erde

Game of Thrones Vorhersehbarkeit
Game of Thrones Vorhersehbarkeit

Bild: „twipzdeeauxilia„, CC BY-ND 2.0, via flickr (klick zum Original)

„Game of Thrones“ ist endlich vorbei und ein Teil von mir atmet erleichtert auf. Denn die Serie hat in den letzten acht Jahren sehr viel symbolisiert, das mittelalterlich inspiriertes Fantasy und gritty realism immer wieder zu einer Kombination macht, die vor allem weibliche Zuschauerinnen daran erinnert, dass Phantastik ein Genre sein kann, dass uns mit jeder Faser hasst. Das gilt sowohl für die Geschichten, die die Serie erzählt hat, als solche als auch für seine Fans.

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Lieblingshelden: Kaz Brekker – Es wird besser, immer

Herzenswelten Kaz Brekker Titelbild

Herzenswelten Kaz Brekker Titelbild
Ich mag Buchfiguren, die irgendwie schwierig sind. Die nicht dem klassischen Heldentyp entsprechen, nicht herzensgut sind und auch nicht durchgehend moralisch einwandfreie Entscheidungen treffen. Stattdessen will ich Charaktere, die eher in verschiedene Graustufen einzuordnen sind, die leicht antagonistische Züge haben, die Fehler machen. Und mit denen ich mich aber trotzdem identifizieren kann, die mich mitfühlen lassen und mir das Gefühl geben, ihre Geschichte ist das, was im Moment wirklich zählt.
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Lieblingshelden: Zuko – Vom wandelnden Konflikt zur Selbsterlösung

Herzenswelten Zuko redemption arc

Herzenswelten Zuko redemption arc
Die Welt in Schwarz oder Weiß zu malen funktioniert selten, ohne dass eine solche einfache Sichtweise genutzt wird, um Hass zu schüren. Auf vielen Ebenen wird dies in der Serie Avatar dargestellt und gelingt am eindrucksvollsten mit dem anfänglichen Antagonisten Zuko, der sich tatsächlich zum (Anti-)Helden wandelt. Dieser junge Prinz ist durch die Hölle gegangen, wurde verletzt und gequält, zu einem zornigen, unausgeglichen Jugendlichen geformt, bis er schließlich begreift, dass nicht alles so ist, wie es scheint und er Schmied seines eigenen Schicksals sein kann. Und genau das macht seine Geschichte meiner Ansicht nach zur eindrucksvollsten Wandlung in der gesamten Serie (und auch darüber hinaus).
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Mommy’s Boy und Daddy Issues: Antagonisten und Emotionen in der Popkultur

Tom Hiddleston als Loki Antagonisten Emotionen - Bild: "Tom Hiddleston" von "Gage Skidmore" (CC BY-SA 2.0)

Böse um der Bosheit Willen – Die Antagonisten, die nach diesem Muster gestrickt sind, werden schon länger immer rarer. Stattdessen erleben vermenschlichte Bösewichte wie Loki, Zuko oder Kylo Ren einen Aufschwung. Und transportieren dabei ganz heimlich neue Ideen von Stärke und Männlichkeit.

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