„Riverdale“ und warum wir über die Mütter und Töchter darin reden müssen

Geekgeflüster Film & TV

Etwas Mystery, ein wenig Drama und ein Erzähler aus dem Off. Wenn die Serie „Riverdale“ eins ist, dann ein klein wenig over the top, auch wenn das nicht zwingend etwas Schlechtes ist. Die Serie wird als ein Roman erzählt, den Jughead, einer der Protagonisten, über das Städtchen Riverdale und die Geheimnisse um Jason Blossoms Tod schreibt, und vor diesem Hintergrund passt dieser etwas überzogene und verdichtete Stil wieder. „Riverdale“ beschreibt so einfach eine Erzählung innerhalb einer Erzählung, das ist hier schlicht doppelt inszeniert und doppelt dramatisiert. Aktuell ist die Mystery-Serie nach den ersten sieben Folgen der ersten Staffel in eine…

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Zu Besuch im Winterpalast: Spielbare Politik in „Dragon Age: Inquisition“

Dragon Age: Inquisition Winterpalast

„Dragon Age: Inquisition“ ist nach wie vor ein Spiel, von dem ich nicht so ganz loskomme. Das liegt zum einen an verschiedenen Dingen auf der Ebene des Storytellings, das bei mir – Fantasy-Fan, der ich bin – einfach einen Nerv trifft, aber zum anderen auch schlicht an der Komplexität des Weltenbaus. Es gibt immer einen Bereich, den ich noch nicht kenne, noch eine Gruppe, die mich interessiert, und noch einen Handlungsstrang, dessen Geschichte ich nicht vollkommen erkundet habe. Zu letzterem gehört auch, dass mich auch nach inzwischen über 200 Spielstunden das orlaisianische Kaiserreich unglaublich fasziniert. Im Besonderen: Seine Politik.

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Bromance und Urban Fantasy: Ist das Fetisch oder kann das weg?

Bromance Urban Fantasy Supernatural

Männerfreundschaften in fiktionalen Werken sind wohl ein Motiv, das es gibt seit Menschen sich Geschichten erzählen. Von Artus und seinen Rittern über Don Carlos und Marquis von Posa bis zu Frodo und Sam: Die „Bromance“, also die brüderliche Liebe zwischen zwei männlichen Figuren, ist eigentlich schon ein uralter Hut. Manchmal gibt es vielleicht mehr, manchmal weniger Raum für Spekulationen, wie viel „brother“ und wie viel „romance“ in dieser Beziehung steckt, aber mit oder ohne Romantik stehen sich in jedem Fall die beiden Teile dieser Bromance schlicht nahe. Trotzdem: Mit „Supernatural“, „Vampire Diaries“, „Shadowhunters“ und mehr Serien hat in den letzten…

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Romantik in Videospielen: Mein Haus, mein Mann, mein Drache?

Romantik in Videospielen: Bürgerliche Häuslichkeit

„Hallo, Schatz!“, sagt Vorstag, als seine Frau Cara das gemeinsame Haus in der Nähe von Falkenring betritt. „Ihr habt bestimmt viele Abenteuer erlebt!“ Einen Moment sehe ich ihn an und möchte dann in schallendes Gelächter ausbrechen. Cara, eine Kaiserliche und das Drachenblut in meinem aktuellen Skyrim-Durchgang, war gerade zwei Tage verschwunden. Und zwar, nachdem sie von den Attentätern der Dunklen Bruderschaft aus ihrem Bett im ehelichen Heim entführt wurde. Aber hey, ja, sie hat ein paar nette Abenteuer erlebt, irgendwo hat er da schon recht.

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Über die Paradoxie von Young Adult-Dystopien

Katniss Paradoxie YA Dystopien

In einer Welt, in der Sequelism, also der Hang zur unendlichen Fortsetzung, alle Bereiche von Fiktion fest in seiner Hand hält und so gut wie jede Young Adult-Dystopie mindestens eine Trilogie ist, die dann später in vier Filmen und/oder einer 2+ Staffel-Serie auf der Leinwand landet, sollte sich eigentlich jeder an die Erfolgsformel dieser Geschichten gewöhnt haben. Eine (angeblich) starke Heldin, ein Love Interest mit mehr Muskeln als Hirn, irgendeine böse Gesellschaft und die grundsätzliche Annahme, dass nur eine 16-Jährige Auserwählte auf die Idee kommen kann, irgendetwas in die Richtung einer Revolution anzuzetteln. Genau genommen kann man ja auch nichts…

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