„Historische Korrektheit“ von Fantasy-Welten ist Quatsch

Historische Korrektheit Fantasy

Wann immer eine neue Staffel „Game of Thrones“ startet, dann dauert es nicht lange bis dieselbe alte Kontroverse erneut aufflammt: Ist die Serie in ihrer Darstellung von Gewalt gegen Frauen sexistisch? Ist das fiktionale Westeros nur eine grausame Welt oder doch eine voyeuristische Fantasie, die ihre weiblichen Figuren herabwertet? Und wann immer diese Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, dauert es auch nicht lange bis jemand mit einem scheinbar unumstößlichen Gegenargument kommt: Das Mittelalter war eben so. Es war finster, es war düster und eine denkbar schlechte Zeit, um als Frau geboren zu werden. Ja, Westeros ist grausam, aber es ist…

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Long May She Reign: Kreatives Young Adult ohne Bullshit

Long May She Reign Rhiannon Thomas

Freya hätte nie damit gerechnet Königin zu werden. Sie ist zwar adelig, steht aber weit hinten in der Thronfolge. So weit, dass weder sie noch sonst irgendwer je auch nur daran gedacht hat, sie könnte eines Tages den Thron Eprias besteigen. Dann werden allerdings der König und ein Großteil seines Hofes vergiftet und mit einem Mal ist es an ihr zu herrschen. Sie, die sie eigentlich immer nur in ihrem Labor forschen und eines Tages ihre Heimat verlassen und in anderen Ländern weiterlernen wollte. Nur jetzt hat sie keine Wahl mehr und muss sich plötzlich in einer Welt zurecht finden,…

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Sei du selbst, alles andere wirst du eh verkacken: Marie Meimberg in Action

Sei du selbst alles andere wirst du eh verkacken Marie Meimberg

„Sei du selbst, alles andere wirst du eh verkacken“ – Das ist nicht nur ein hervorragender Rat für die meisten Lebenslagen, sondern auch ein Buch. Eine Sammlung von Geschichten aus der Feder Marie Meimbergs. Kleine Anekdoten, die davon erzählen, wie unperfekt das Leben eben doch ist. Vom Scheitern, von Fehlern, vom Lachen. Und von der Schönheit dieser fehlenden Perfektion.

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Herzenswelten: Dante, Shakespeare und Entenhausen

Herzenswelten Entenhausen

Ich bin mir nicht mehr sicher, wie alt ich war, als ich das erste Mal mit Dantes „Inferno“ in Berührung gekommen bin. Ich weiß nur, nur dass ich noch sehr jung war. Beim Stöbern in den Bücherregalen meiner Eltern fiel mir ein zerfleddertes Heft entgegen, an dessen dunkelgrünen Einband mein Blick spontan hängen blieb. Die Seiten waren schon leicht vergilbt, der Umschlag abgegriffen, der Buchrücken voller Rillen vom Lesen und ein paar Seiten lösten sich schon aus dem Einband. Auf die Rückseite war Werbung für Cowboy und Indianer-Actionfiguren gedruckt und auf der Vorderseite las ich in großen, geschwungenen Lettern „Le…

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