Triggerwarnung: Erwähnung von Zwangsstörungen, keine explizite Beschreibung
Verliebt sein ist nicht leicht.
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Verliebt sein ist nicht leicht.
Nach fünf Staffeln mitfiebern, scheint es endlich soweit. Der Zeitpunkt ist gekommen. Sie tun es endlich! Die Regenbogenflagge ist schon auf das Gesicht gepinselt, man ist bereit für den großen magischen Moment. Regenbogenflaggen flattern im Wind. KÜSST EUCH, VERDAMMT! Und dann? Passiert mal wieder nichts. Ha! Du wurdest geprankt! Oder auch: Willkommen beim Queerbaiting!
Ich mag Buchfiguren, die irgendwie schwierig sind. Die nicht dem klassischen Heldentyp entsprechen, nicht herzensgut sind und auch nicht durchgehend moralisch einwandfreie Entscheidungen treffen. Stattdessen will ich Charaktere, die eher in verschiedene Graustufen einzuordnen sind, die leicht antagonistische Züge haben, die Fehler machen. Und mit denen ich mich aber trotzdem identifizieren kann, die mich mitfühlen lassen und mir das Gefühl geben, ihre Geschichte ist das, was im Moment wirklich zählt.
Die neuste Verfilmung von Agatha Christies wohl besten Roman, „Mord im Orient-Express“, durch Kenneth Branagh beweist, dass es offenbar doch noch schwierig ist, das eine zu transportieren, das sämtliche von Christies Romanen auszeichnet und wovon die Geschichten leben: Die Figuren.
Bild: “Tom Hiddleston” von “Gage Skidmore” (CC BY-SA 2.0)
Böse um der Bosheit Willen – Die Antagonisten, die nach diesem Muster gestrickt sind, werden schon länger immer rarer. Stattdessen erleben vermenschlichte Bösewichte wie Loki, Zuko oder Kylo Ren einen Aufschwung. Und transportieren dabei ganz heimlich neue Ideen von Stärke und Männlichkeit.