Geekgeflüster August ’15: The 100, Penny Dreadful und #BloggerfuerFluechtlinge

Monatsrückblick Geekgeflüster
Der August nähert sich dem Ende und damit ist es Zeit, eine neue Kategorie einzuweihen. Unter dem Titel „Geekgeflüster“ möchte ich etwas ausprobieren, was ich noch nie gemacht habe, weil ich es in der klassischen Variante als Leserin immer etwas langeweilig fand: Einen Monatsrückblick. Jedenfalls ein bisschen. Hier möchte ich euch immer wieder das zeigen, was es normalerweise nicht in Form eines eigenen Post auf den Blog schafft. Serien, die ich gucke, aber nicht ausführlich kommentiere, Spiele, die ich (wieder) angefangen habe zu spielen, aber (noch) nicht besprochen habe, Blogposts anderer Blogger, die mir gefallen haben usw. Aus dem Pool der Sachen, die ich jeden Monat mehr oder weniger intensiv zur Kenntnis nehme, will ich euch dann immer ein paar Empfehlungen vorstellen, die mir besonders gut gefallen haben. Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht genau, wo es mit dieser Kategorie hingeht und ob ich sie auf Dauer fortführen werde, aber ich möchte damit einfach mal wieder etwas tun, das mir am Bloggen so viel Spaß macht: Einfach mal ausprobieren. 😉
Wie auch immer: Viel Spaß damit!

Bloggerwelt

Beginnen wir mit ein bisschen Liebe nach draußen in die Bloggerwelt. Einfach weil es manche Leute einfach immer wieder schaffen, dass ich nach dem Lesen ihrer Posts ganz laut „Ja!“ schreien und irgendeine Petition unterschreiben möchte. So einen Post hat Caro von Time and Tea direkt zum Monatsanfang mit ein bisschen Klartext über „Das Problem mit Spielen, die man nie gespielt hat“ rausgehauen.

Ähnlich ehrlich, wenn auch in einem komplett anderen Themenbereich war Tasmin von Tasmetu. In einem ihrer kolumnenmäßigen Posts hat sie ein bisschen was zum Einfluss von Musik unter dem Titel „Der Trick mit der Musik“ geschrieben, den ich mal wieder sehr mochte, und außerdem auch noch ein interessantes Video mit dem Titel „VERLIEBT in einem Buchcharakter?!?“ auf ihrem Youtube-Kanal veröffentlich.

Wie ihr außerdem vielleicht gesehen habt, habe ich diesen Monat bei der Blogtour zu Marie Graßhoffs Roman „Kernstaub“ mitgemacht und ein Post, der mir in diesem Kontext auch nochmal total gut gefallen hat, war der von Tanja von Tanjas Rezensionen. Bei ihr ging ein Interview mit den Buchfiguren online – In Form einer Fernsehshow. „Willkommen bei Sci-Fi-Wars!“
Zwar schon im Juli erschienen, aber erst jetzt von mir entdeckt: Frau Magaretes Post zum Thema interessanter, weil sehr echter Heldinnen in Serien und Filmen: „Meine weiblichen Heldinnen in Filmen und Serien“.

Und dann noch etwas, das auf meinem Blog ein klein wenig Offtopic (schließlich geht’s bei mir normalerweise nicht um Politik) ist, mir aber auf der Seele brennt: Verschiedene Blogger (darunter u.a. Karla Paul von Buchkolumne) haben angesichts der Ereignisse in Heidenau u.a. die Aktion #BloggerfuerFluechtlinge ins Leben gerufen. Eine wunderbare Initiative, die ich mit diesem kleinen Hinweis ein wenig unterstützen möchte. Hier kommt ihr zur Website zum Hashtag, von der aus ihr auch zu der Spendenaktion kommt.

Film & TV

The 100 – Ein Hype, den ich nicht ganz verstehen kann

Seit dem 22. Juli sendet ProSieben bei uns in Deutschland auch endlich „The 100“ bzw. hat die erste Staffel inzwischen schon zu Ende gesendet und unmittelbar davor hatte ich das Gefühl, dass der deutschsprachige Teil all meiner Social Media-Kanäle demnächst implodieren dürfte. Ankündigungen vom Verlag, der die deutschsprachige Aussgabe der Buchvorlage von Kass Morgan rausgebracht hat, aufgeregte Tweets darüber, dass ja jetzt endlich diese geniale Serie startet und  nicht zuletzt die drölfste Bemerkung darüber, dass man „The 100“ ja (wie alles) am besten am Englisch sehen sollte.

Ehrlich gesagt kann ich mich dem Hype eher weniger anschließen. „The 100“ ist spannend, interessant und es gibt ein paar Figuren, die mich von Folge zu Folge neugierig machen, aber etwas richtig Besonderes ist die Serie (jedenfalls bisher) dann auch nicht.

Die Geschichte setzt im Jahr 3010 im Weltraum an. Auf einer Raumstation, der „Ark“, leben die letzten Vertreter der Menschheit – Denen geht nur der Sauerstoff aus, weshalb die führenden Persönlichkeiten der Ark beschließen, 100 kriminelle Jugendliche auf die von einem Atomkrieg verseuchte Erde zu schicken und zu überprüfen, ob Leben auf der Erde möglich ist.

Postapokalyptische Settings haben wir schon oft gesehen, die Prognose, dass ein Atomkrieg die Menschheit vernichten wird, ist vielleicht möglich, aber auch keine wirklich neue Idee und ein Stück weit finde ich den Gedanken, von 100 jugendlichen Straftätern das Überleben der gesamten Menschheit abhhängig zu machen, unrealistisch. Vielleicht wird das in der Buchvorlage besser erklärt, aber ich stelle mir an dieser Stelle ein wenig die Frage, warum nicht zumindest ein paar zuverlässliche Profis da mit runter geschickt werden. (Für das Überleben der Menschheit könnte da sicher irgendwer das Risiko eingehen.)

Die Figuren sind interessant, vor allem, weil viel über die einzelnen Personen erst peu à peu aufgedeckt und erzählt wird, wodurch ein ganzes Knäul an Charakteren Stück für Stück für mich als Zuschauerin eine Entwicklung durchmachen kann, und ich mag den gesamten Stil der Serie, aber etwas unglaublich Besonderes? Nein, auch wenn „The 100“ eindeutig einen Blick wert ist, bleibt die Sache wenigstens bisher nicht so ungewöhlich, als dass ich den bereits erwähnten Hype verstehen könnte. (Kann ja aber noch werden ;))

Penny Dreadful – Interessant, aber diese Dämonen nerven

„Penny Dreadful“ gehört zu den Serien, die schon eine ganze Weile auf meiner Watchlist sind. Einen Blick darauf geworfen habe ich allerdings erst jetzt und bin unterm Strich eigentlich begeistert. Die Serie verarbeitet viele von mir sehr geliebte Schauerromane aus dem 19. Jahrhundert. „Dracula“, „Frankenstein“, „Das Bildnis des Dorian Gray“ u.v.m., ein wenig scheint nichts aus der Zeit vor der Serie sicher zu sein. Gerade die Kombination aus diversen (gemeinfreien und neu erfundenen) Figuren finde ich dabei sehr spannend und interessant, besonders weil ich die Hälfte der ersten Staffel hindurch ständig darauf gelauert habe, wer wohl als nächstes sich unter die Protagonisten mischt oder was aus welchem Vorbild als nächstes gemacht wird.

Dabei setzt die Serie stark auf klassischen Horror mit dem altebwährten Gruselfaktor des absolut Bösen und Verdorbenen. Das funktioniert zwar die erste Staffel hindurch noch sehr gut, weil die v.a. auf dem Plot von Stokers „Dracula“ zu basieren scheint und schon da der Vampir Dracula selbst als ein Monster und eine Art Personifikation des Bösen auftritt, aber umso weiter sich die Handlungsstränge bzw. der allgemeine Plot sich entwickeln, desto langweiliger wird das. Ich brauche oder will erzählerisch keinen Teufel oder nur das namenlose Böse als Antagonisten bzw. antagonistische Kraft, ich finde tragische Gegenspieler aus Fleisch und Blut sehr viel interessanter. – Und genau da versagt die Serie bzw. das Script, indem immer wieder sehr klassisch Begriffe wie Luzifer, Teufel, Satan, Hexerei und den guten alten Dämonen als Erklärung für alles dienen sollen, auch wenn diese Dinge für meinen Geschmack als Antagonisten inzwischen etwas zu angestaubt sind.Aber gut, wer klassischen Horror bzw. die bereits erwähnten Buchvorlagen mag, dürfte mit „Penny Dreadful“ sicher nichts falsch machen. 😉

 

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