Geekgeflüster November ’15: Lesesommer, Geekstöckchen und mehr

Monatsrückblick Geekgeflüster
Heureka, das WLAN ist eingerichtet und funktioniert. Das hatte in diesem Monat zum einen zur Folge, dass ich wieder meine übliche Ladung aus der Bloggerwelt aufsaugen konnte, aber auch dass Netflix und ich wieder vereint sind (schließlich habe ich keinen Fernseher, sondern nur meinen Laptop). Wie auch immer, auch im November war mal wieder einiges los, viel Spaß mit dieses Mal gleich einem ganzen Berg an Leseempfehlungen aus der Bloggerwelt und mehr.

Bloggerwelt

Zu allererst einmal möchte ich kurz auf die #Lesesommer2015-Aktion auf Influenza Bookosa hinweisen. Die Idee dahinter ist, dass je drei interssante Rezensionen, die klicktechnisch „undankbarste“ Postkategorie auf Bücherblogs, ein wenig rundherum empfohlen werden. Ich persönlich lese ehrlich gesagt selbst viel zu selten (Bücher-)Rezensionen, um da eine vernünftige Auswahl aufzustellen, deshalb werde ich mich daran wohl nicht beteiligen, aber vielleicht interessiert es ja noch jemanden von euch. 😉
Eine wunderbare Verteidigung gegen das Geschimpfe über die sog. „Smartphone-Generation“ hat außerdem die Chaosmacherin unter dem Titel „Ich bin kein Technikzombie“ veröffentlicht, den nur wärmstens weiterempfehlen kann. Außerdem hat sie mir ein Geek-Stöckchen zugeworfen, das ich auch brav beantwortet habe.
Zwar auf Englisch, aber deswegen nicht weniger interessant ist außerdem dieser Artikel: „The New Intimacy Economy“ von Leigh Alexander, die darüber geschrieben hat, warum Facebook ein bisschen wie „a slice of dystopian cafeteria lunch“ ist und überhaupt ein paar interessante Dinge zu diesem Thema anspricht.
Auch um persönliche Dinge, aber auf einer anderen Ebene, ging es außerdem bei Mira von MiraDilemma, die ein paar Gedanken darüber getippt hat, wie viel „Persönlichkeit“ ein Blog eigentlich braucht (oder auch nicht). Weil mich danach dieses Thema einfach nicht mehr losgelassen hat, habe ich dazu daraufhin auch noch einen eigenen Post über Privatsphäre beim Bloggen getippt, dessen Klickzahlen, Kommentare und Shares mich ehrlich gesagt direkt überrascht haben, aber auch für mich nur zeigen, dass Mira mit dem Thema nicht nur bei mir einen Nerv getroffen hat.
Eine coole Forderung hat außerdem Ben im Schreibmeer im Zuge eines Posts über Menschen im Fantasy-Genre formuliert: „Menschen müssen in Fantasywelten kulturell unmenschlicher werden!“ Klingt vielleicht so aus dem Zusammenhang gerissen etwas seltsam, der Artikel ist aber wirklich spannend.
Und wer übrigens noch auf der Suche nach toller Musik zum Schreiben o.ä. ist, dem kann ich nur die Frauenstimmen-Playlist von Steffi von Fieberherz empfehlen, zu der sie auch einen etwas erklärenden Blogpost geschrieben hat.
Ebenfalls ums Schreiben geht es theoretisch bei diesem Video (auch wenn das genau genommen schon von 2012 ist), in dem es (auf Englisch) um den Klischee-Figurentyp der sog. „Mary Sue“ geht, zu dem die Macherin des Videos auch noch einen ausführlichen Artikel zu dem Thema verlinkt hat. Klickt euch mal durch, das dürfte nicht nur für Autoren interessant sein.
Und auch eine meiner Lieblingsbloggerinnen Tasmin von Tasmetu hat im November gleich zwei Mal zwei Beiträge auf das Netz losgelassen, die ich euch an dieser Stelle empfehlen möchte. Der erste von beiden ist „Über den Luxus, keine Zeit zu haben“, den ich deswegen so sehr mag, weil ich mich an vielen Stellen wiedererkenne. Unabhängig davon, ist auf ihrem Youtube-Kanal außerdem ein Video online gegangen, das ich sehr gut nachvollziehen kann: In der ersten Folge ihres neuen Formats „Tasmins Teatime“ hat sie nämlich mit dem IS ein denkbar heißes Eisen angefasst. Ein Thema, das mit dem Terror, der in Paris geschehen ist, im Augenblick mal wieder denkbar schwer in der Luft hängt und auch wenn das Video offenbar sehr spontan und chaotisch entstanden ist, spricht Tasmin darin finde ich einige richtige Dinge an. Ihr persönlicher „Aufhänger“ war eine Terra X-Sendung, in der es wohl u.a. um die Zerstörung antiker Stätten durch den IS ging, was jetzt vielleicht eher nebensächlich angesichts all des anderen Leids wirkt, das der IS verbreitet, aber Tasmins Bestürzung über diese weitere Dimension der Zerstörung kann ich dennoch sehr gut verstehen. Das mag daran liegen, dass ich als Geschichtsstudentin mit einer Liebe zur alten Geschichte automatisch an das dadurch verlorene Wissen denke, aber in jedem Fall ist Tasmins erste Teatime auf jeden Fall die fast 12 Minuten Lebenszeit wert, die man damit verbringt.
Nur ein Hinweis noch bevor ich euch das Video verlinke: Es wurde vor den Anschlägen in Paris gedreht, d.h. wundert euch nicht, wenn Tasmin das nicht anspricht. Und jetzt könnt ihr hier zum Video kommen.

Gaming

Assassins Creed und meine Enttäuschung

Für die meisten mag diese Information wahrscheinlich geradezu peinlich banal klingen, aber im Laufe des letzten Monats habe ich Assassins Creed Unity deinstalliert. Ein Spiel, auf das ich mich eigentlich aufgrund des Settings in der Französischen Revolution im Gegensatz zu den Vorgängerrn seit Ende der Ezio-Spiele sehr gefreut hatte, das mich dann aber am Ende mehr enttäuscht als begeistert hat. Und ich meine nicht nur die Glitches, die denke ich bereits genug andernorts kritisiert wurden. (Ich mein, durch die Mauern der Bastille in die Erde zu fallen und da gefangen zu sein, kann auch witzig sein, verfehlt nur leider das Spielziel.) Ich meine das Spiel als Ganzes: Story, Spielmechaniken, Figuren, Welt. Und das ist schade, denn eigentlich liebe ich die AC-Spiele. Nicht, weil sie so eine unglaubliche Herausforderung, besonders spannend oder mich mit den Missionen oder Spielprinzipien unglaublich beeindrucken oder fesseln würden, sondern weil ich es eigentlich immer am coolsten fand, mich durch die historisch inspirierten Welten zu bewegen. Ich habe immer zu den Spielern gehört (selbst wenn das vermutlich eine Minderheit ist), die die Infosheets zu Sehenswürdigkeiten oder historischen Persönlichkeiten auch wirklich gelesen hat.
Unity dagegen hat mich gefühlt in jeder Hinsicht im Regen stehen gelassen und ich habe einfach keinen Zugang dazu gefunden. Vielleicht wird das noch wieder, aber erstmal ist für mich nach den diversen Enttäuschungen mit AC III, der absolut grauenhaften und langweiligen Story von Black Flag und schließlich Unity die Reihe abgeschrieben.

Bioshock und die Frage, warum ich das so lange habe verstauben lassen

Unabhängig von meinem vorläufigen Schlussstrich unter Unity bzw. Assassin’s Creed ist mir außerdem im November wieder eingefallen, dass ich ja vor einer Weile mal die Bioshock-Reihe bei einem Steam-Sale abgestaubt habe, aber nach zwei Stunden mit dem ersten, in denen ich mich nicht entscheiden konnte, ob mich das düstere Setting jetzt verschreckt oder fasziniert, nie weitergespielt habe. Ein Fehler, wie ich inzwischen finde, weil ich im Augenblick komplett gefesstel davon bin. Klar, das Setting macht mich immer noch halb wahnsinnig (ich hasse es einfach, wenn Kinder plötzlich einen Gruselfaktor bekommen), gleichzeitig liebe ich die Idee und das Konzept und bin im Augenblick dabei, jeden Tagebucheintrag, den ich im Spiel finden kann, einzusammeln, weil ich mehr über diese Welt erfahren will. Kurz: Ich bin grade mal absolut begeistert.Merken

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Über uns Geekgeflüster

Ich bin Aurelia und blogge seit 2012 über Gaming, Bücher, Filme, Serien und mehr. Kurz: Das hier ist mein Geekgeflüster.

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