Schlagwort: Randnotiz

Das Böse im Fantasy: Perspektivenwechsel, bitte!

Das Böse im Fantasy - Witcher 3 Geralt

Das Böse im Fantasy - Witcher 3 Geralt

Fantasy als Genre hat den entscheidenden Nachteil, dass der Kampf zwischen Gut und Böse immer wieder tief in seine grundlegenden Mechanismen verwoben ist. Ein guter Held kämpft gegen ein übermächtiges Böse und besiegt es, um so ein persönliches Ziel zu erreichen, egal ob das jetzt das Retten der Welt oder das Herz seines Love Interests ist. Diese Kategorien von „Gut“ und „Böse“ sind einfach und damit gut instrumentalisierbar für eine stringente Geschichte, aber objektiv betrachtet natürlich deutlich zu einfach. Wer die Geschichte eines Krieges zu erzählen versucht und dessen Akteure nur klar nach diesen Gruppen beurteilt, wird nie die Geschichte eines Krieges im engeren Sinne erzählen, sondern die einzelner Helden einer bestimmten Perspektive auf die Ereignisse. Weiterlesen

Geek Quest #6: Helden sind langweilig

Geek Quest Antagonist

Geek Quest Antagonist
Antagonisten sind schlicht toll. Punkt. Nicht nur, weil sie überhaupt erst den nötigen Konflikt in eine Geschichte bringen, sondern auch, weil sie, wenn sie denn gut geschrieben sind, sehr viel interessanter sein können als der dazugehörige Protagonist. Deshalb konnte ich schlicht nicht widerstehen, mit diesem Post bei der aktuellen Aufgabe der Geek Quest von Fried Phoenix mitzumachen, in der es genau darum geht. Denn für mich sind diese Figuren nicht immer, aber oft eine Art Feuerprobe, die Königsdisziplin, in der sich oft entscheidet, ob ich eine Geschichte nur mag oder liebe, selbst wenn der Held langweilig ist. Ein Held kann nur so komplex sein wie sein Gegenspieler, der wiederum kann auch wenn der Protagonist einfach gut ist, weil er es eben sein muss, in seiner eigenen Vielschichtigkeit eine gesamte Geschichte retten.
Weiterlesen

Zu Besuch im Winterpalast: Spielbare Politik in „Dragon Age: Inquisition“

Dragon Age: Inquisition Winterpalast

Dragon Age: Inquisition Winterpalast
„Dragon Age: Inquisition“ ist nach wie vor ein Spiel, von dem ich nicht so ganz loskomme. Das liegt zum einen an verschiedenen Dingen auf der Ebene des Storytellings, das bei mir – Fantasy-Fan, der ich bin – einfach einen Nerv trifft, aber zum anderen auch schlicht an der Komplexität des Weltenbaus. Es gibt immer einen Bereich, den ich noch nicht kenne, noch eine Gruppe, die mich interessiert, und noch einen Handlungsstrang, dessen Geschichte ich nicht vollkommen erkundet habe. Zu letzterem gehört auch, dass mich auch nach inzwischen über 200 Spielstunden das orlaisianische Kaiserreich unglaublich fasziniert. Im Besonderen: Seine Politik. Weiterlesen