Geekgeflüster Januar ’16: Let’s get nerdy

Monatsrückblick Geekgeflüster
Hach, und schon ist der erste Monat im neuen Jahr rum. Und das bedeutet, dass hier jetzt der Post kommt, auf den ihr alle selbstverständlich schon den ganzen Monat gewartet habt. (Und zerstört jetzt nicht meine Blogger-Illusionen.)
Auch dieses Mal habe ich eine ganze Reihe an Leseempfehlungen für euch, erkläre außerdem ein paar kleinere Neuigkeiten auf dem Blog und habe meine Klappe nicht halten können und ein bisschen gerantet. Über die Buchblogger- und Selfpublisherszene, über das Netz und unnötige Minderwertigkeitskomplexe.

Was war das mal wieder für ein Bloggingmonat. Auch für 2016 habe ich mir theoretisch vorgenommen, dass dieser Teil meines Monatsrückblick nicht mehr so sehr eskaliert wie bisher, aber was soll’s. Es gab einfach mal wieder zu viele tolle Posts.

Dabei ist meine erste Empfehlung nicht einmal ein Blogpost, sondern ein Podcast: Und zwar ist Caro von Time and Tea auch an dem Podcast Runaways beteiligt, dessen erste Folge über Assassin’s Creed ich sehr toll fand. Außerdem hat Caro gestern noch ihre Review zu „Assassin’s Creed IV: Black Flag“ veröffentlicht, bei der sie mal wieder sehr treffend analysiert, was bei diesem Irgendwie-aber-dann-doch-nicht-Assassin’s-Creed falsch gegangen ist. Und gleich noch hinterher, weil es auch eigentlich nicht zu 100% in diese Liste reinpasst: Die wunderbare Marie Meimberg ist unter die Kolumnistinnen gegangen und macht jetzt nicht nur Youtube, sondern schreibt auch darüber. (Klickt euch mal zum ersten Text.)

Auch sehr nerdy ging es beim Herrn Booknerd zu, der sich die neue „Shadowhunters“-Serie angesehen und ein vernichtendes Urteil gefällt hat. Ich sehe zwar selbst vieles nicht ganz so krass wie er, der Post ist aber sehr unterhaltsam zu lesen.

Ebenfalls nerdy, aber auf andere Weise geht es immer auf einem meiner absoluten Lieblingsblogs 1/2 a px von Myri zu, die einmal einen coolen Ansatz gefunden hat, wie man ein responsive Dropdown-Menu basteln kann ohne Javascript zu verwenden. Außerdem hat sie einen Vergleich zwischen Photoshop und der kostenlosen Alternative Gimp in Bezug auf die Grafikerstellung fürs Web gepostet, der auch interessant war.

Thematisch komplett aus einer anderen Richtung kam dagegen dieser Post von Sarah von sahrasuperwoman, in dem sie ihr Projekt „#lifeclearup16“ vorstellt, das vorsieht, 2016 sich einfach von ein bisschen Ballast zu befreien, und das ich als Idee sehr spannend finde. Außerdem hat Corinne von makellosmag einen „beinahe Text über den deutschen Mann“ geschrieben, den ich nicht nur interessant, sondern einfach toll geschrieben fand. Wieder mehr im engeren Lifestyle-Bereich, aber ebenfalls einfach gut geschrieben, war ein tller Post von Tasmin von Tasmetu, die im Januar einen Post zum Thema Abschied veröffentlicht, der für mich ein bisschen mal wieder ein Beweis ist, dass Blogger nicht nur inhaltlich interessante, sondern einfach auch „handwerklich“ toll geschriebene Texte veröffentlichen können und das auch tun. Ebenfalls auf Tasmetu, wenn auch als Gastpost, ist außerdem ein Text von Sky online gegangen, in dem ihr ein paar schöne LGBTIQ-Buchempfehlungen finden könnt, der auch mal einen Blick wert ist.

Und damit sind wir schon bei meinen Fundstücken aus dem buchigen Teil meiner RSS- und Social Media-Feeds: Auf wolkenweiss gab es ein spannendes Interview zum Thema Blogger Relations in der Buchbranche, Frau Margarete hat darüber gebloggt, warum gerade die Frauen in „Harry Potter“ so toll sind (Yes!), Sonea hat „Fünf Fragen, die einen Fanfiction-Autor ankotzen“ aufgestellt, in der Weltenschmiede ist ein bisschen Recherche betrieben und ein Post über die Verbindung zwischen Plinius dem Älteren und der Überlieferung von antiken Werwolflegenden veröffentlicht worden, aus einem ähnlichen Bereich ist mir außerdem ein Post von Weltenbau Wissen untergekommen, der Solarpunk vorstellt, Martin Grandjean hat die Verbindungen zwischen den Figuren in Shakespeares Stücken automatisch analysiert und visualisiert und last but not least gab es da noch diese Anleitung, mit der man sich einen ultimativen Bücherwurm-Sessel selbst bauen kann.

Abgesehen davon hatte ich bisher so ein wenig das Gefühl, dass 2016 bisher so ein wenig arg „skandalträchtig“ für die Buchbranche und die dazugehörige Bloggerszene war. Zwei Selfpublisherinnen haben zugegeben, dass ihre Bücher schlicht geklaut, sprich abgeschrieben waren, dann bekommen jetzt noch amazon und Bastei Lübbe Ärger, weil die Verschenk-Aktion zu „Illuminati“ angeblich gegen die Buchpreisbindung verstoßen hat, woraufhin jetzt die ersten Blogger prophylaktisch schreiend oder heulend ihre Rezensionsexemplare verschwinden sehen, während andere sich ebenso prophylaktisch schon wieder freuen, dass damit – gemein und zynisch formuliert – der „Pöbel“, der nur für diese Rezensionsexemplare bloggt und das nicht aus Leidenschaft tut, bestimmt verschwinden würde. In dieser allgemeinen Aufregung sind mir aber zwei Posts noch einmal positiv aufgefallen: Auf der einen Seite hat zu der ganzen Palgiatsgeschichte die liebe Steffi von Fieberherz darüber geschrieben, warum ihr als Autorin so ein Verhalten gegen den Strich geht, aber auch warum sie sich von der Plagiatsgefahr trotz allem nicht einschüchtern lassen will. Und auch wenn ich mit ihr bei dem zweiten der hier und hier verlinkten Posts nicht wirklich einer Meinung bin, so fand ich es doch sehr angenehm, dass Tinka auf ihrem (Autoren-)Blog Tinka Beere vergleichsweise einen kühlen Kopf bewahrt zu haben scheint und bei aller Aufregung rationale Texte geschrieben hat.

Merken

Kommentar verfassen