Meine Top 6 der liebsten Nostalgie-Spiele

Auch wenn das viele Kritiker nicht einsehen wollen: Ein gutes Game ist eigentlich nicht anders als ein gutes Buch oder ein guter Film.
Es berührt mich als Spieler/Leser/Zuschauer, lässt mich in fremde Welten eintauchen und immer wieder in die Hand nehmen und aufs Neue anspielen/durchblättern/ansehen. Und manche der erzählten Geschichten oder Welten begleiten uns noch länger, so sehr, dass es einem wie ein Verbrechen erscheint, sie wegzuwerfen, auch wenn die auf den modernen Betriebssystemen gar nicht mehr laufen.

Deshalb habe ich heute einmal meine ganz persönlichen Top 6 solcher Nostalgie-Spiele mit im Gepäck. Die Reihenfolge geht dabei übrigens nicht danach, wie sehr ich die Games mag, sondern, wann sie erschienen sind. 😉
(Und ja, keines der Spiele ist vor 2002 raus gekommen. Ich bin erst in den 90ern geboren und ein Kind der 2000er. Deal with it.)

Age of Mythology (2002)

Age of Mythology… Was für gute Erinnerungen ich an dieses Spiel habe, einfach weil es das erste Spiel nach Sims war, das ich überhaupt spielen durfte. Jemals.
Rückblickend lächerlich einfach und harmlos, aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Skepis meiner Eltern, als meine Tante, die Age of Empires gespielt und damit Prinzip und Grafik kannte, sprich wusste, wie harmlos die Angelegenheit war, mir das Game empfohlen und auch an der Kasse bezahlt hat. Ja, meine erwachsene Tante musste damals bezahlen, denn „Age of Mythology“ war damals ab zwölf frei und eben noch elf. *lach*
Dabei konnte man damals ja noch einstellen, ob die getöteten bzw. sterbenden Feinde ein paar rote, körnige Pixel auf dem Körper haben sollten, die irgendwie Blut darstellen sollten. Ach, ja…
Aber Nein, „Age of Mythology“ gehört aber eindeutig für mich in dieses Ranking, und das nicht nur weil es mein erstes Kampf beinhaltendes Spiel war, sondern auch weil mich alten Mythologie-Geek schon damals die Verarbeitung der griechischen Sagen- und Götterwelt innerhalb des Spiels fasziniert hat.

Die Sims 2 (2004)

C’mon, you knew this was coming! 😉
Die Sims-Reihe ist die einzige Reihe, die ich eigentlich noch länger als „Age of Mythology“ spiele/gespielt habe. Die Sims 2 ist und bleibt nur mein liebstes der Reihe, weil ich immer fand, dass die Sims da auf dem Höhepunkt des abgedreht Schrägen waren, das ich eigentlich immer mochte.
Da war schon allein diese vollkommen seltsame Standardnachbarschaft „Merkwürdighausen“ mit den Wissenschaftler-Brüdern, von denen einer gleich zu Spielbeginn von einem Alien schwanger war, oder überhaupt die Alien-Familie, die es damals gab. Solche vollkommen abgedrehten Elemente, die mir persönlich sehr viel Spaß gemacht haben, haben später bei den Sims 3 stark abgenommen, weshalb die Sims 2 (bisher) mein Favorit der Serie ist und bleibt.

Rome: Total War (2004) und CivCity Rome (2006)

Diese beiden Spiele fasse ich unter einem Punkt, weil meine Faszination für die beiden – auch wenn sie eigentlich relativ unterschiedliche Spielprinzipien haben – sich ähnlich begründen lässt.
Beide sind Games, die im alten Rom spielen und bei denen man als Spieler sich sein eigenes, kleines Reich aufbaut. Bei Total War ist es eine Art „Familienimperium“, in CivCity eine Stadt.
Weshalb ich beide bis heute sehr gerne habe, ist der geschichtliche Faktor, für den ich im Übrigen auch die Assassins Creed-Spiele immer geliebt habe. Beide lassen sie den Spieler in das antike Rom eintauchen. Zwar auf recht unterschiedliche Arten, aber der Grund für meine Begeisterung war dieselbe. Und ja, fünfzehn Mal z.B. Capena zur gründen oder die Varusschlacht doch zu Gunsten der Römer zu schlagen, ist genial. 😉

Ankh (2005)

Noch ein Game, das in der antiken Welt spielte, aber im Gegensatz zu „Rome: Total War“ oder „CivCity Rome“ im alten Ägypten. Mit sehr viel Witz, Ironie und schrägen Figuren haben die „Ankh“-Spiele damals meine Liebe zu Point-and-click-Adventures geweckt. Zwar bin ich bis heute für viele der Rätsel in solchen Games oft zu ungeduldig, aber die „Ankh“-Story war einfach genial.
Da trat eben einfach mal Moses als Fußballspieler auf, während Gott als brennender Dornbusch in der Wüste alles angequatscht hat, was so vorbei gekommen ist, während Assil aus Versehen das elfe Gebot („Du sollst nicht nehmen so ernst den ganzen Kram“ hieß das glaube ich) kaputt machte und seine Freundin Thara zu Tode nervte.

Die Gilde 2 (2006)

Ah ja, die Gilde… Das verbuggteste Spiel, das ich wohl jemals gespielt habe und zugleich eines, das ich sehr liebe.
Vebuggt deswegen, weil es zu Beginn, als ich mir das irgendwann gar nicht sooo lange nach dem Release, gekauft habe, auf meinem Laptop damals gar nicht erst lief und danach auch nur mit massiven Grafikfehlern. Die zu beheben bedurfte es eine elendig lange Google-Suche, bei der ich über eine kleine Legion von Problemen von Spielern gestolpert bin, um am Ende festzustellen, dass ich aus irgendwelchen Gründen das Spiel einfach nur ohne einen der Ladescreens starten musste, um das Problem zu beheben. Trotzdem: Die Glitches, die es danach immer noch gab, waren z.T. so, dass man nicht wusste, ob man jetzt lachen oder weinen soll. (z.B. Figuren, die ineinander rein liefen und so auf demselben Feld standen u.ä.)
Aber: Ich mochte immer das mittelalterliche, gemütliche Flair und habe mir inzwischen auch vor einer Weile noch die Renaissance (inzwischen für 2,50€ oder so) zugelegt, womit es auch noch ein Patch gab, das dem Spiel gut getan hat. Und gerade dieser langsame, beschauliche Touch, den ich mochte und auch noch immer mag.

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