Ein paar Gedanken: Addicted to fiction, denn Games sind auch nur wie Bücher

Manchmal, da passiert es mir – zum Beispiel im familiären Kreis – dass mich Leute im Reallife fragen, über was ich eigentlich so blogge. Ich gebe dann immer dieselbe Antwort: Alles Mögliche, das ein bisschen nerdig sein kann. Vor allem Bücher, Filme und Games.
Punkt eins und zwei finden immer alle recht logisch. Klar, ich mochte schon immer gute Geschichten, schon seit ich noch im Kindergartenalter vorgelesen bekommen habe. Ich war schon immer fasziniert von fremden Welten, von Zeichentrickfilmen, Comics und sobald ich lesen konnte auch von Büchern. Was mit „Harry Potter“ in der ersten oder zweiten Klasse angefangen hat, treibt mich auch heute noch an: Die Faszination für Geschichten. Für Fiktion.

Wenn das Gespräch danach noch weiter geht, dann fällt Punkt drei v.a. gegenüber älteren Verwandten und Bekannten meistens unter den Tisch. Ich rühre dann auch nicht weiter dran, denn im Grunde habe ich normalerweise auch keine Lust auf Grundsatzdiskussionen.

Eigentlich sind solche Reaktionen von Menschen, die Computer & Co. noch als reines Arbeitsmedium wahrnehnem und damit keinen Zugang mehr zum Medium Computerspiel bekommen, mehr oder weniger egal. Da teilen sich die Gemüter und Vorstellungen und ich bin ohnehin schon stolz auf mich selbst dafür, dass ich meinen Eltern inzwischen habe begreiflich machen können, dass mich die Bilderwelten, die mir z.T. mit so viel Liebe auf einem Bildschirm vorgesetzt werden können einfach fesseln.
Vor kurzem habe ich aber zum einen genau so ein ähnliches Gespräch geführt und dann noch zufällig diesen Tweet gelesen:

„Was machst du so?“ „Zu Hause. Zocken.“ „Hast du kein Real Life?“ Vs „Zu Hause. Lesen.“ „Wow, lesen ist super.“

— Kät (@RAMspinat) 24. April 2015


Dabei habe ich mir spontan die Frage gestellt, was mich eigentlich genau an einem guten Spiel fasziniert. Das ist natürlich komplett individuell, so subjektiv wie es nur sein könnte und natürlich auf einen sehr kleinen Nenner herunter gebrochen, aber unterm Strich komme ich bei ganz ähnlichen Gründen raus wie bei der Frage, was mich eigentlich an einem guten Buch fasziniert. Oder an einem guten Film.
Ich liebe Geschichten und unbekannte Welten. Heute genauso wie als Kind.

Das merkt man glaube ich schon meinen Rezensionen an. Mich stören an Büchern und Filmen am meisten vorhersehbare Geschichten oder eindimensionale Figuren, genauso wie bei Spielen, die eigentlich eine Story erzählen. Wenn in dagegen die Geschichte gut gemacht wurde, dann erfasst mich nach dem Ende eines Buchs, eines Spiels oder einer Serie genau dasselbe schreckliche Gefühl der Leere. Dieser Moment, in dem ich die Geschichte mich noch nicht losgelassen hat, obwohl sie schon zu Ende erzählt wurde. So ging es mir zum Beispiel mit den Harry Potter-Büchern (gerade beim letzten Buch, das meine Leserseele bis an mein Lebensende weinen lässt) genauso aber auch wie mit „The Banner Saga“, ein Spiel, dessen Ende wunderbar inszeniert war und mir unglaublich nahe ging.

Es mag anderen da vielleicht anders gehen, aber ich verliebe mich zuerst in die Welten, die mir über verschiedene Medien aufgezeigt werden. Ich habe mich in Hogwarts und Kyralia („Die Gilde der schwarzen Magier“, Trudi Canavan) genauso verliebt wie in Himmelsrand oder Deponia. Ich habe den Witz der Ankh-Reihe gemocht genauso wie ich über Bartimäus gelacht habe. Ich habe mich mit „Die Tochter des Nils“ (Eloise Jarvis McGraw) und „Der Maskenmörder von London“ (Nina Blazon) in vergangene Zeiten ziehen lassen, aber genauso mochte ich es unglaublich mit Ezio Auditore durch das Italien der Renaissance zu spazieren. (Ja, ich gehöre zu den Leuten, die die Infos über die historische Gebäude, an denen man da vorbei latscht, tatsächlich lesen.)

Ich bin süchtig nach Fiktion, nach Geschichten. Egal auf welchem Weg. 😉

Über uns Geekgeflüster

Ich bin Aurelia und blogge seit 2012 über Gaming, Bücher, Filme, Serien und mehr. Kurz: Das hier ist mein Geekgeflüster.

Kommentar verfassen