Blogparade: Nicht ganz wie Madonna, aber dafür wie Dracula

Dieser Post ist ein Beitrag zu Sarahs Blogparade zum Thema „Makel“, die mich u.a. deswegen so begeistert hat, weil ich festgestellt habe, dass Sarah und ich einen ganz ähnlichen äußeren „Makel“ haben. Nur während sie etwas mit Madonna gemeinsam hat, ähnle ich eher Dracula. Aber lest selbst…

Ich liebe es, meine Fotos nachzubearbeiten. Ich liebe das, aus einem schönen Motiv und einem Bild, mit dem ich zufrieden bin, das Maximum dessen, was mir gefällt herauszuholen. Und damit meine ich keine Photoshop-Kunstwerke, sondern ganz simple Dinge wie das gezielte Aufhellen oder Intensivieren der Farben. Kleine Griffe, die ein Foto, das vorher grau und leblos wirkte, plötzlich zum Strahlen bringen. Das sind Kleinigkeiten, die ich schon vielleicht in ein paar Monaten anders machen würde, die mir aber in genau diesem Moment Spaß machen.
Kleinigkeiten, die bei mir einen kurzen, stolzen Wow-Effekt auslösen, wenn ich mir das Endergebnis und das Originalbild nebeneinander ansehe.

Die Farben leuchten ein wenig mehr, das Bild ist heller und ein bisschen habe ich mit den Tiefen herum gespielt. Alles Details, aber sie machen mich auf das Foto von meinem Kater Paul erst recht stolz.

Gleichzeitig hasse ich es aber auch, wenn ich sehe, dass auf einem Foto jemand ganz bewusst „glatt“ gephotoshopt wurde, wo es vermutlich nicht einmal nötig gewesen wäre. Haut, die nicht mehr den Hauch einer Unebenheit aufweist, Leberflecken oder kleine Narben, die nachträglich entfernt wurden und was man da nicht noch so alles machen kann. Vielleicht liegt es an mir, aber da regt sich sehr schnell in mir Widerstand.
Gut, so etwas fällt mir vor allem dann auf, wenn jemand, den ich gut kenne, zum Fotografen gegangen ist und sich danach noch ein wenig hat „aufhübschen“ lassen, weil mir das Original so vertraut ist. Und da spielt dann bei mir auch immer ein bisschen Wut mit hinein, schließlich kenne ich die Menschen dazu, ich sehe mehr als nur das Aussehen, ich weiß, wie wunderbar sie sein können und ärgere mich einfach darüber, dass sie das offenbar selber nicht bemerken. (Wobei das umgekehrt vermutlich auch meine Freunde über meine Fehler, die mich an mir stören, denken könnten.)
Deshalb fotografiere ich im Übrigen auch am liebsten meine Freunde oder Familie. Leuten, denen ich mit meinem Blick durch die Kamera versuche zu zeigen, wie ich sie sehe und wie toll ich sie finde. Aber das nur am Rande.

Makellos sein. – Das ist eine Farce.
Denn egal, wie sehr ich es versuche, werde ich dieses Ziel ohnehin nie erreichen und ehrlich gesagt bin ich mir auch nicht sicher, ob ich das wollen würde. Meine inneren wie äußeren Makel machen mich aus. Sie gehören zu mir wie die Dinge, die mir gefallen.

Nicht ganz wie Madonna, dafür aber wie Dracula

Ich habe zum Beispiel insgesamt vier sogenannte „Zapfenzähne“, sprich links und rechts im Oberkiefer jeweils zwei sehr kurze und spitze Zähne, die eben ein wenig wie (Eis-)Zapfen aussehen. Nichts besonderes, auf gar keinen Fall irgendwie störend beim Essen o.ä., es sieht nur nicht so schön aus, denn damit habe ich eben keine modellmäßig-geraden strahlen weiße Zähne.
Meine Zahnärtztin hat mir auch schon ein paar Mal gesagt, dass ich mir da Kronen drauf setzen lassen könnte, um die Ungleichmäßigkeit verschwinden zu lassen, aber bisher habe ich keinen Grund dazu gesehen. Warum?
Weil diese „Vampirzähnchen“, wie ich sie gerne nenne, zu mir gehören. (Witziger Weise sind die nämlich tatsächlich bei mir jeweils auf der Höhe, wo Vampire typischer Weise ihre Reißzähne haben.) So bin ich eben und sie stören mich nicht in meinem Alltag, tun weh oder wären sonst irgendwie untragbar. Also warum eine Krone drauf setzen?
Und so kann ich mich jederzeit als Vampir verkleiden, ohne mir ein Plastikgebiss einsetzen zu müssen. 😉

Was für Makel habt ihr? Wenn ihr euch „beeilt“, könnt ihr die auch noch während Sarahs Blogparade teilen, denn die geht noch bis zum 24. Mai 😉 (Hier geht’s nochmal zum Post.)

Über uns Geekgeflüster

Ich bin Aurelia und blogge seit 2012 über Gaming, Bücher, Filme, Serien und mehr. Kurz: Das hier ist mein Geekgeflüster.

Kommentar verfassen