Schlagwort: Dystopie

Orwell: The Investigator is watching you

Orwell Kritik Freedom Plaza

Orwell Kritik Freedom Plaza
Kurz bevor am 12. April 2017 in der Freedom Plaza in Bonton eine Bombe explodiert, identifiziert eine Sicherheitskamera das Gesicht einer Passantin gerade als sie in einen Bus steigt. Nur für einen Moment ist Cassandra Watergate im Bild, aber das genügt bereits, damit sie ins Visier des geheimen Regierungsprogramms „Orwell“ gerät. In mein Visier, denn als frisch angeheuerter Investigator mache ich mich nun daran, mich durch ihren digitalen Fingerabdruck zu wühlen. In den nächsten Tagen sammle ich Postings, höre Telefonate mit und stöbere sogar in den Dateien auf den Computern und Smartphones meiner Verdächtigen. Und das alles legal. Denn Orwell sieht, hört und darf so ziemlich alles. Es liegt nun nur noch an mir, welche Informationen ich tatsächlich an meinen Vorgesetzten weiterreiche und so über Leben und Tod entscheide.
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Über die Paradoxie von Young Adult-Dystopien

Katniss Paradoxie YA Dystopien
Katniss Paradoxie YA Dystopien

Bild: „Katniss Everdeeen“ von „Cor-Sa“ (CC BY-SA 3.0) ; Quelle: http://cor-sa.deviantart.com/art/Katniss-Everdeen-290964596

In einer Welt, in der Sequelism, also der Hang zur unendlichen Fortsetzung, alle Bereiche von Fiktion fest in seiner Hand hält und so gut wie jede Young Adult-Dystopie mindestens eine Trilogie ist, die dann später in vier Filmen und/oder einer 2+ Staffel-Serie auf der Leinwand landet, sollte sich eigentlich jeder an die Erfolgsformel dieser Geschichten gewöhnt haben. Eine (angeblich) starke Heldin, ein Love Interest mit mehr Muskeln als Hirn, irgendeine böse Gesellschaft und die grundsätzliche Annahme, dass nur eine 16-Jährige Auserwählte auf die Idee kommen kann, irgendetwas in die Richtung einer Revolution anzuzetteln. Genau genommen kann man ja auch nichts dagegen sagen, denn diese Geschichten verkaufen sich ja, oder?
Doch, kann man. Und zwar eine ganze Menge.

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Der Circle: Eine beängstigend greifbare Dystopie

Der Circle Dave Eggers Kritik

Der Circle Dave Eggers Kritik
Mae Holland ist überglücklich: Sie hat einen Job ergattert, für den so mancher töten würde, und darf jetzt beim Internetriesen „Der Circle“ arbeiten. Der Konzern ist jung, modern und inszeniert sich als die Zukunft von allem. Ein paar der klügsten Köpfe der Welt arbeiten hier und feilen an den neusten Technologien, die die Welt verändern werden. Aber der Konzern hat auch eine eigene Dynamik und ohne es zu merken wird Mae immer tiefer dort hinein gezogen.
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Arthur und Samantha: Indie-Perle mit Schwächen

AS: Arthur und Samantha Rezension

AS: Arthur und Samantha Rezension
Als Samantha plötzlich wieder Zuflucht beim Orden sucht, sind ihre alten Freunde dort – allen voran Arthur – gelinde gesagt überrascht, hatten doch alle gedacht, sie hätte eine andere Seite gewählt. Nur die Welt, in der sie leben, ist kompliziert, weniges ist so leicht in schwarz und weiß einzuteilen, wie sich die meisten Beteiligten des Krieges, der gerade tobt, das vorstellen…
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Ich brenne für dich: Das mittelmäßige Ende einer mittelmäßigen Reihe

Ich brenne für dich Tahereh Mafi

Ich brenne für dich Tahereh Mafi
Hinweis: Das hier ist die Rezension zum dritten Teil der „Shatter Me“-Reihe von Tahereh Mafi. Zur Rezension des ersten Teils, „Ich fürchte mich nicht“, geht es hier und zu der des zweiten, „Rette mich vor dir“, hier.

Juliette und ihre Freunde haben ihren Tiefpunkt erreicht: Die Schlacht ist verloren und für den Krieg scheint es auch keine großen Hoffnungen zu geben. Juliette weiß nicht, wer tot ist und wer überlebt hat, und in dieser Situation bleibt ihr nur das übrig, was sie eigentlich vermeiden wollte. Sie muss sich mit Warner verbünden, den sie ja eigentlich hassen will, der aber auch ihr Leben gerettet hat. Aber kann man Warner überhaupt trauen. Weiterlesen