Kategorie: Film & TV

„Stark“ ist nicht genug: Das Problem mit „starken“ Frauenfiguren

Frau mit Schwert Starke Frauenfiguren

Frau mit Schwert Starke Frauenfiguren
Gerade erst ist der Weltfrauentag wieder einmal vorbei gerauscht und meine Filterblase war randvoll mit passenden Themenposts. Von Folgeempfehlungen von klug twitternden Frauen über Buchtipps von und über Frauen bis zu Listen der liebsten Autorinnen, Instagramerinnen oder weiblichen Figuren – manche Ideen waren besser, manche schlechter, aber kaum eine nerdige Nische hatte kein Beispiel für irgendeine passende Aktion.

Überall schien es um eins zu gehen: Frauenpower, starke Frauen, coole Frauen, Badass Frauen oder was einem eben als kraftvolles Synonym dafür so einfallen konnte. Und jenseits dessen, dass man natürlich auch fragen kann, ob es eine jährliche Versammlung der Worthülsen braucht, nach deren Ende die halbe Öffentlichkeit ihren punktuell entdeckten Feminismus wieder vergisst: Das Schlagwort der „starken Frauenfiguren“ war zumindest in meiner Nische kaum zu umgehen. Dabei sollten wir diesen Begriff eigentlich besser hinter uns lassen.
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Weltenschmerz, Seelenpein und Feenstaub – Vom Brooding Hero und dem Gentle Girl

Bild: "typewriter" von "Ak~i" (https://www.flickr.com/photos/aki-photo/) (CC BY 2.0)

Der Figurentyp des „Brooding Hero“ hat einen schlechten Ruf. Und wenn man an Parodien wie wie Carrie DiRisios Broody McHottiepants oder Figuren wie Edward Cullen und Anakin Skywalker denkt, die auch ohne Parodie absurde Züge annehmen, dann ist das auch verständlich. Und trotzdem: Auch ein Broody ist nicht automatisch schlecht.

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Herzenswelten: Scarlett O‘Hara – Meine Liebeserklärung an ein Miststück

Herzenswelten Scarlett O'Hara Vom Winde verweht

Herzenswelten Scarlett O'Hara Vom Winde verweht

„Sympathisch ist sie nicht. Wie ein Psychiater bescheinigt, verkörpert sie exakt den Typus der soziopathischen Persönlichkeit, egozentrisch und in den Begierden trivial.“ (Verena Auffermann et al. (Hrsg.): Leidenschaften. 99 Autorinnen der Weltliteratur, München: C. Bertelsmann 2009. S. 347)

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Helden sind tot: Wie Fatalismus als Realismus verkauft wird

Realismus und Fatalismus Artikelbild - "Action Figure" (https://www.flickr.com/photos/enerva/16319019095/) von "Sonny Abesamis" (https://www.flickr.com/photos/enerva/, CC BY 2.0)

Wir leben in Zeiten, in denen Fiktion im Allgemeinen immer wieder so realistisch wie möglich sein soll. Alles braucht eine Erklärung und jede Tat soll möglichst brutale Konsequenzen haben. Aber entgegen der Bezeichnung hat Realismus nur begrenzt etwas mit der Realität zu tun.
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Fantasy und Eskapismus: Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu interpretieren!

Offenes Buch Fantasy und Eskapismus; Bild: "Open book" von Magda K (https://www.flickr.com/photos/krecimag/, CC BY 2.0)

Phantastische Literatur – von klassischem Fantasy bis zur Postapokalypse – steht immer wieder in dem Ruf, literarisch weniger bedeutend zu sein, weil sie ja im Grunde nichts anderes als Eskapismus sei. Der Vorwurf hält sich beständig, nur ist er zu kurz gedacht.

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